Weihnachtspyramide

Bekannt als weihnachtlicher Zimmerschmuck verziert die Weihnachtspyramide um die Festtage herum viele Wohnzimmer und Essstuben in ganz Deutschland. Die ursprünglich aus dem Erzgebirge stammende Tradition geht bis in das späte Mittelalter zurück und zeigt in der Regel christliche Darstellungen. Meist stellt so eine Pyramide eine kleine Geschichte, wie etwa die Geburt von Jesus oder die Wanderung der Heiligen drei Könige da.

Normalerweise besteht eine Weihnachtspyramide aus leichtem Holz, Figuren, Kerzen und einem Flügelrad zum Abtrieb. Es gibt kleine Pyramiden unterschiedlicher Formen sowie die klassische große Pyramide, die unten breiter ist und nach oben hin spitz zu läuft. Das Flügelrad ist dabei immer ganz oben an der Weihnachtspyramide angebracht und erzeugt die nötige Bewegung. Dies geschieht mit der aufsteigenden Wärme der Kerzen, die unter die gebogenen Elemente des Flügelrades strömt und dieses drehen lässt. Das Flügelrad ist dabei mit einer Stange an einer oder mehreren rotierenden Plattform(en) verankert, welche dadurch gedreht werden. Auf diese Weise bewegen sich dann auch die auf den Plattformen angebrachten Figuren. Die Weihnachtspyramide erzählt so eine Geschichte auf ihre ganz eigene Art.

Die angebrachten Figuren sind meist geschnitzt oder gedrechselt. Sie sind oft aus Holz, können jedoch auch aus anderem Materialien bestehen und sind in unterschiedlichster Qualität erhältlich. Traditionell dreht sich eine Weihnachtspyramide stets im Uhrzeigersinn.

Bereits im Mittelalter war es in West- und Südeuropa üblich, um die Weihnachtszeit herum grüne Zweige im eigenen Haus aufzuhängen. Zweck bestand darin das “Unheil der dunklen Zeit” aus den eigenen vier Wänden fern zu halten. In Ost- und Nordeuropa hingegen versuchte man es mit der Kraft des Lichtes und stellte viele Kerzen auf.

Der Ursprung der heute bekannten Weihnachtspyramiden waren jedoch die im 18. Jahrhundert bekannten “Lichtergestelle”, die erstmals die beiden unterschiedlichen Traditionen vereinten. Auch Sie hatten die Form einer Pyramide und bestanden aus Grünen zweigen die um nach oben hin zulaufende Stäbe gewunden waren, sowie innerhalb des Gestells untergebrachten Kerzen. Auf Weihnachtsmärkten sind solche Lichtergestelle teilweise heute noch erhältlich, waren aber damals Gang und Gebe. Ursprünglich stammte dieser Brauch aus dem Erzgebirge. Hier begann man auch damit die Lichtergestelle weiter zu verzieren und aus zu schmücken.

Später kam man auf die Idee in die Mitte des Gestells einen Stab zu setzen, um mittels Plattformen mehrere “Etagen” zu erhalten auf denen man unterschiedliche Verzierungsgegenstände unterbringen konnte. Schließlich wurde dann auch die Idee geboren die dargestellten Motive mit Hilfe der aufsteigen Kerzen-wärme gewissermaßen zu animieren. Die beste Methode dafür war aus dem Weinachtschmuck eine Art Karussell zu machen und sie mit oben angebrachten Flügeln abzutreiben. Die Weihnachtspyramide so wie wir sie heute kennen war geboren!

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